NACHKRIEGSZEIT UND KOMMUNISMUS 1945-1989
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1945
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Nach Kriegsende wurden 75.000 Rumaeniendeutsche in Arbeitslagern in die Sowjetunion deportiert (Frauen zw. 18-30, Maenner zw. 17-45).
Paradoxal hat man zur gleichen Zeit und fuer ehnliche Aktionen deutsche Offiziere in Nurnberg verurteilt.
In den Arbeitslagern sterben offiziell etwa 10.000, aber nur 30.000 kommen zurueck.
Weil man die Zahl der Deportierten nicht erreichen konnten, hat man auf's Alter und Nationalitaet nicht mehr geachtet.
Sehr viele starben wegen der Kaelte von bis zu minus 40 Grad aber auch an Krankheiten oder Umfaelle in den Minen.
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1948
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Ab jetzt wurde es etwas besser in den Arbeitslagern, die Sterberate ist gesunken, man durfte Postkarten schicken.
Fabriken, Banken und Farmen wurden Verstaatlicht.
Besass jemand ein groesseres Haus so musste er darin fremde Leute aufnehmen und Kueche und Bad mit ihnen teilen.
Also man musste das eigene Haus mit Bauern aus der Moldau oder irgendwelche Kommunisten teilen.
Sogar in den sowietischen Zeitungen stand es, dass kein Land aus Osteuropa
so gepluendert wurde wie Rumaenien.
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1949
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Die ersten Zuege mit Deportierten kamen, durch Frankfurt an der Oder,
zurueck. Viele Menschen blieben in Deutschland und brachten spaeter auch ihre Familien. Die naechsten Zuege fuhren dann direkt aus der Ukraine nach Rumaenien.
Nur diejenigen, die beim Stehlen von Kartoffeln gefasst wurden, mussten in der Sowjetunion bleiben (bis 1952).
Beginn der Bauarbeiten des Donau-Schwarzmeer-Kanals. Viele Haeftlinge aus den kommunistischen Gefaengnissen
starben bei den Arbeiten, darunter auch viele Rumaeniendeutsche.
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1951
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100.000 Menschen aus dem Banat, zum groessten Teil Schwaben aber auch Serben, Rumaenen und Ungarn werden in die Baragansteppe deportiert
(Grund dafuer ist der serbisch-kroatische Aufstand und die Rachesucht der Sowjets die einen grossen Einfluss in Rumaenien hatten). Weil sie die "Wueste" nicht verlassen durften, haben
sie Loecher in den Boden gegraben wo sie eine Zeit lang lebten. Zum Essen oder aufwaermen gab es so gut wie nichts. Russische Offiziere bekamen ihre Haeuser und Villas.
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1952
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Laut eines Dekretes, dass gar nicht existierte, wurden viele Sachsen aus dem Burzenland zwangsevakuiert. Angeblich
waren sie Staatsfeinde, doch tatsaechlich war es eine Schikane um gute Wohnungen fuer Kommunisten
zu schaffen. Die meisten wurden nach Elisabethstadt (Dumbraveni) oder in das Szeklergebiet evakuiert. Waehrend
des Zwangsaufenthalts durften sie nur erniedrigende Tagesarbeiten annehmen.
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1953
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Stalin stirbt. Somit wird die Lage in Rumaenien etwas besser:
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1954
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Die Zwangsevakuierten duerfen zurueck kommen. Ihre Haeuser waren aber von Kommunisten bewohnt (ohne Haus bekam man
kein Arbeitsplatz und ohne Arbeitsplatz kein Haus).
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1955
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Die Bauarbeiten des Donau-Schwarzmeer-Kanals werden angehalten.
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1956
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Die Deportierte aus dem Baragan duerfen zurueck kommen.
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1957
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Die Kommunisten inszenieren Prozesse bei denen reiche Deutsche, darunter auch Pfarrer, hingerichtet werden.
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1960
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Wegen eines neuen Konfliktes mit China ziehen sich die Russen aus Rumaenien zurueck. Rumaeniendeutsche verlassen auch massenweise
das Land weil zur Zeit die Grenzen nach Deutschland offen waren.
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1965
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Ceausescu kommt an der Macht. Er schliesst Russland aus dem politischen Leben Rumaeniens aus, aber auch die Grenzen nach Deutschland zu.
Dennoch verlassen jaehrlich etwa 15.000 Rumaeniendeutsche das Land durch den Familienvereinigungprogramm.
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1966
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Es beginnt der Export von Rumaeniendeutsche nach
Deutschland. Rumaenien verlangte fuer jeden Emigranten 4000DM (von DE). Es wurde so geregelt, dass nicht mehr als 10-15.000 Menschen pro Jahr emigrieren durften.
Somit sicherte sich Rumaenien ein konstanntes Einkommen, weil die Zahl der Deutschen im Lande konstannt blieb (wegen Nachwuchs oder Heirat).
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1981
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Bundespraesident Carsten besucht deutsche Doerfer aus Siebenbuergen.
Die Einwohner wurden kurz davor in andere Doefer evakuiert oder im eigenen Haus eingesperrt, damit sie mit dem Praesidenten nicht im Kontakt kommen.
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1982
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Rumaenien hatte Schulden von 11 Mrd.US$. Das Land wurde von jeder Information abgeschirmt. Die Bewohner klauten Aluminium und Kupfer
um sich Antennen zu basteln. Somit empfingen sie die ungarischen, russischen oder bulgarischen Radiosender.
Die Regierung verursacht kuenstliche Konflikte zu Ungarn um die Bewohner von der tiefen Kriese abzulenken.
Neues Dekret fuer zukuenftige Emigranten: wer emigrieren will muss seine bisherige Ausbildung an Rumaenien bezahlen; ihre Haeuser werden verstaatlicht;
ab der Beantragung muessen sie alles was sie verbrauchen(Strom, Gas, Ferien ...) in DM zahlen, obwohl der Besitz von Valuta, Gold oder Edelsteine verboten war ... usw
Viele Einwohner wurden heimlich beantragt mit der "Securitate" zu arbeiten um ihre Freunde und Familie zu spionieren und alles verdachtliche zu raportieren.
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1983
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Rumaenien verlangte fuer jeden deutschen Emigrant das doppelte als bisher (von DE).
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1985
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In Rumaenien wohnten noch 260.000 Deutsche,
von diesen wuerden 200.000 so schnell wie moeglich emigrieren.
Jeder Kontakt zum Ausland musste angemeldet und ueberprueft werden.
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1986
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Rumaenien hat Schulden von 6,5 Mrd.US$. Ceausescu gibt aber nur 4 Mrd.$ Schulden zu.
Er zerstoert den historischen Teil Bukarests um einen rieseigen Palast zu bauen (das zweitgroesste Gebaeude der Welt).
Ueber Cernobil hoerte man kaum etwas, obwohl Rumaenien ganz nahe liegt.
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1987
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Russland und USA sind von "Ceausescus Rumaenien" empoert. Als Gorbatschov Rumaenien besuchte durften die Journalisten
aus Westeuropa nicht aus dem Flugzeug aussteigen, obwohl sie gueltiges Visum hatten.
20.000 Arbeiter aus Kronstadt (Brasov) streikten gegen das Regime. Der Aufstand wurde gleich ausgeloescht und viele Menschen wurden
seit damals nicht mehr gesehen. Essen gab es auf Karte: 600g Fisch/Woche, 250g Milch/Tag, 300g Brot/Tag, 146 m^3 Gas/Monat ... Die Laeden standen leer.
Ceausescu leiht Aegypten 200 Mil.$.
Rumaenische Zeitungen schrieben, dass es den Emigranten aus Deutschland sehr schlecht gehn wuerde und die zurueck
kommen moechten.
Die Kinder lernten von nun an Hochdeutsch in den Schulen damit sie spaeter emigrieren sollen.
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1988
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50.000 Menschen protestieren in Ungarn gegen das Regime Ceausescus.
Ceausescus Plan: 8000 von insgesammt 13.000 Doerfer in Rumaenien sollen vernichtet werden und an deren Stelle
Industrie- und Agrarkomplexe gebaut werden.
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1989
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Die rumaenische Revolution: das Kommunistische Regime wurde beendet, Ceausescu wurde hingerichtet. Die Grenzen zu Europa standen offen und in
wenigen Monaten verliessen mehrere tausende Sachsen das Land, aber auch Rumaenen und Ungarn. Die saechsischen
Doerfer werden einfach verlassen und in den Haeusern der Sachsen zogen Zigeuner ein. Die meisten Haeuser
liegen heutzutage in Truemmern.
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